600 Jahre alter deutscher Traditionsbauernhof wird biozyklisch und vegan – vegconomist

Der Gottschallhofein deutscher Familienbetrieb, der seit 1435 betrieben wird, hat auf biozyklische und vegane Bewirtschaftungsmethoden umgestellt.

Der Hof hörte im Jahr 2000 mit der Viehzucht auf, als Bauer Nikodemus Gottschaller wurde es unangenehm, Tiere zu schlachten. Vor fünf Jahren hat er ganz auf Fleisch verzichtet und ernährt sich heute überwiegend vegan. Der Hof produziert derzeit hauptsächlich Kürbisprodukte und Getreide.

„Die Tierhaltung ist schon jetzt nicht in der Lage, die Menschheit ausreichend zu ernähren.“

Seit 1986 wird der Gottschallerhof biologisch bewirtschaftet, seit letztem Jahr auch ist dem Deutschen Biozyklisch-Veganen Verband beigetreten. Das Kürbiskernöl der Farm ist jetzt von der Organisation zertifiziert.

Im Jahr 1995, Gottschaller eröffnete eine Bio-Bäckerei und backte Brot mit Dinkel und Roggen vom Hof ​​sowie Getreide anderer lokaler Erzeuger. Fast alle Brote sind frei von tierischen Produkten und Gottschaller hofft auf eine weitere biozyklisch-vegane Zertifizierung für die Bäckerei.

Bild: Der Gottschallerhof

Biozyklisch-veganer Anbau

Die biozyklisch-vegane Landwirtschaft beinhaltet den biologischen Anbau von Pflanzen ohne tierische Zusätze. Typischerweise werden Pflanzen in Rotation angebaut und bestimmte Pflanzen (z. B. Klee) werden verwendet, um atmosphärischen Stickstoff im Boden zu binden. Diese Pflanzen können auch gemäht und auf dem Boden verteilt werden, wodurch die Notwendigkeit für tierischen Dünger entfällt.

Die Anbaumethode wird weltweit immer beliebter. Der belgische Biobauernhof Bioboer Mark erhielt im vergangenen Oktober als erster im Land das Biozyklisch-vegane Qualitätssiegel für seinen Kräuter- und Gemüseanbau. Kanadas L’Acadie Vineyards und Siziliens Proverbio-Olivenöl gehören ebenfalls zu denen, die biozyklisch-vegane Produktionsmethoden verwenden.

„Der ökologische Landbau wird zweifellos weiter wachsen“, sagte Gottschaller. „Auch der biozyklisch-vegane Sektor muss wachsen, denn die Tierhaltung ist bekanntlich schon jetzt nicht in der Lage, die Menschheit ausreichend zu ernähren. Mehr Menschen hungern als je zuvor. Unsere Aufgabe ist es, einen Weg aufzuzeigen, wie man es besser machen kann.“

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